Oct-15-2009
Rückkampf zwischen Tito Ortiz und Forrest Griffin
Von Jan Großöhmigen
Eine Knieverletzung von Mark Coleman
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UFC 106 Official Event Program
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ermöglicht die Ansetzung eines Rückkampfes, nach dem die Fans die vergangenen drei Jahre lautstark gerufen haben: Tito Ortiz gegen Forrest Griffin. Am 21. November werden bei UFC 106 zwei der bekanntesten Kämpfer des MMA-Sports erneut aufeinander treffen und eine alte Rechnung begleichen.
Am 15. April 2006, bei UFC 59, fand der erste Kampf zwischen Ortiz und Griffin statt. Es sollte die erste harte Bewährungsprobe für Griffin werden, der genau ein Jahr zuvor die erste Staffel der Reality-Show The Ultimate Fighter gewann. Hart war der Kampf für Griffin definitiv.
Bereits zu Beginn der ersten Runde klingelte Ortiz ihn mit einem linken Haken an, warf ihn auf den Boden und attackierte ihn minutenlang mit seinem berühmt-berüchtigten Ground & Pound. Der blutverschmierte Griffin gab jedoch nicht klein bei und kam im zweiten Durchgang wieder in den Kampf zurück. Er hielt Ortiz auf Distanz, landete einige Treffer mit seinen Schlagkombinationen und wehrte sich exzellent gegen die Takedowns des langjährigen Halbschwergewichtschampions.
In der dritten Runde machte Griffin da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Er frustrierte Ortiz weiter im Stand, wurde aber kurz vor Schluss noch einmal zu Boden gebracht. Zwei Punktrichter hatten nach den drei dramatischen Runden Ortiz auf ihren Punktzetteln vorne und nur einer stimmte für Griffin. Aus Sicht vieler Beobachter war das eine durchaus kontroverse Entscheidung.
Offiziell gewann Ortiz die Auseinandersetzung, doch der wahre Sieger war Griffin, der sich mit seiner beherzten Leistung die Gunst vieler Fans sicherte. Da das Duell so unterhaltsam und der Ausgang so strittig war, fordern die Fans seit langem einen Rückkampf, den sie nun bei UFC 106 serviert bekommen. Ursprünglich hätte Ortiz bei dieser Veranstaltung gegen Mark Coleman, ein Mitglied der UFC Hall of Fame, kämpfen sollen. Der ehemalige Schwergewichtschampion verletzte sich jedoch im Training am Knie und musste seine Teilnahme absagen.
Ortiz wird am 21. November nach eineinhalb Jahren Pause wieder ins Octagon zurückkehren. Nach einer Niederlage im Mai 2008 gegen Lyoto Machida verließ er die UFC aufgrund seiner langjährigen Streitigkeiten mit UFC-Präsident Dana White und bändelte mit verschiedenen anderen MMA-Organisationen an. Letzten Endes kam er jedoch zu dem Schluss, dass die UFC seine Heimat ist und ihn seine Fans noch einmal nach dem prestigeträchtigen Halbschwergewichtstitel greifen sehen wollen. Fast drei Jahre auf den Tag genau hat der „Huntington Beach Bad Boy“ keinen Kampf mehr in der UFC gewonnen. Doch in der Zeit wurde er von einer schlimmen Rückenverletzung geplagt, von der er in seiner langen Pause laut eigenen Aussagen vollständig kuriert hat.
Auch Griffin war in zuletzt nicht gerade erfolgreich. Nachdem er Ende 2008 den Halbschwergewichtstitel an Rashad Evans verlor, wurde er im August dieses Jahres von Anderson Silva erst vorgeführt und dann ausgeknockt. Eine blamable Vorstellung, die keinen guten Eindruck in den Augen der Fans hinterließ.
So lautet das Motto für Griffin und Ortiz am 21. November: Wiedergutmachung. Für Beide ist ein Sieg absolute Pflicht.
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