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Von Jan Großöhmigen
The Ultimate Fighter sorgte vor vier Jahren für den endgültigen Durchbruch der UFC in den
Heutzutage sind die Mixed Martial Arts der am schnellsten wachsende Sport in Nordamerika. 2005 sah das noch ganz anders aus: Die breite Öffentlichkeit und die Medien ignorierten die UFC, von den heutigen Zuschauerrekorden war man weit entfernt. Das änderte sich schlagartig mit dem Debüt von The Ultimate Fighter.
16 Kämpfer lebten sechs Wochen lang zusammen in einem Haus, trainierten aufgeteilt in zwei Teams und kämpften gegeneinander, bis nur noch einer von ihnen übrig blieb. Alles vor den Augen zahlreicher Fernsehkameras. Erstmals sahen die Zuschauer hinter die Kulissen des MMA-Sports und bekamen einen Einblick darin, wie hart das Training ist und was für professionelle Hochleistungssportler diese „barbarischen Schläger“ eigentlich sind.
Das mitreißende Finale zwischen Stephan Bonnar und dem Sympathieträger Forrest Griffin war der krönende Abschluss einer erfolgreichen ersten Staffel, die den Grundstein für den heutigen enormen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad der UFC legte. Die weltweit größte MMA-Organisation hofft nun darauf, dass The Ultimate Fighter in Deutschland für einen ähnlichen Popularitätsschub sorgen kann.
Besondere Brisanz ist bei der zehnten Staffel bereits von vornherein durch die beiden Trainer garantiert. Die ehemaligen UFC Halbschwergewichtschampions Rashad Evans und Quinton „Rampage“ Jackson können sich überhaupt nicht leiden. Ihre Fehde begann im März dieses Jahres, als Rampage sich mit einem Sieg über Keith Jardine, einem Teamkollegen von Evans, einen Titelkampf gegen den damaligen Champion verdiente. Direkt nach dem Kampf zwischen Rampage und Jardine lief Evans ins Octagon und stellte sich seinem neuen Herausforderer gegenüber.
In den folgenden Wochen und Monaten verpassten sie keine Gelegenheit, übereinander herzuziehen und zu betonen, wie sehr sie dem Anderen in den Hintern treten würden. Der Titelkampf kam aufgrund einer Verletzung von Rampage nicht zustande. Stattdessen verlor Evans seinen Titel an den heutigen Champion Lyoto Machida. Nichtsdestotrotz sind Evans und Rampage weiterhin heiß darauf, sich vor die Fäuste zu bekommen.
Für den größten Gesprächsstoff im Vorfeld der zehnten Staffel sorgt aber ein äußerst ungewöhnlicher Kandidat: Kimbo Slice. Seine Kämpfe in den Hinterhöfen Floridas wurden auf dem Internetvideoportal YouTube veröffentlicht und verschafften ihm eine riesige Armee an Fans. Eine konkurrierende MMA-Organisation machte ihn zu einem Superstar, bis eine blitzschnelle KO-Niederlage dem „Mythos Kimbo“ einen gehörigen Dämpfer verpasste.
UFC-Präsident Dana White ließ danach verlauten, Kimbo dürfe nur in der UFC kämpfen, wenn er sich zuvor seinen Weg durch The Ultimate Fighter bahnt. Kimbo zeigt, dass ihm mit der MMA-Karriere ernst ist und ging auf das Angebot ein. White hielt sein Wort. Nun kann der Quotengarant und ehemalige Straßenkämpfer zeigen, ob er das Zeug zum echten MMA-Sportler hat.
Zum frühen Favoritenkreis gehört Kimbo Slice jedoch nicht, denn unter den 16 Schwergewichten sind einige Hochkaräter zu finden, darunter der IFL Schwergewichtschampion Roy Nelson. Er könnte angesichts seiner Leibesfülle als das inoffizielle dritte Mitglied der Wildecker Herzbuben durchgehen. Doch lasst euch von seiner Figur nicht täuschen: Der BJJ-Schwarzgurt ist topfit und hat bereits gegen gestandene UFC-Veteranen wie Andrei Arlovski und Jeff Monson Erfahrung sammeln können.
Vier Teilnehmer von The Ultimate Fighter 10 waren vor ihrer Kampfsportkarriere im American Football aktiv und spielten in der größten Liga der Welt, der NFL. Der Bekannteste unter ihnen ist Marcus Jones, der sich sieben Jahre lang in der NFL bewährte. Wes Shivers ist mit seinen 2.01 Meter und über 120 Kilogramm der physisch am meisten beeindruckende Kämpfer unter den Footballspielern, zu denen auch Matt Mitrione und Brendan Schaub gehören.
Schaub ist noch unbesiegt und trainiert gemeinsam mit einer Reihe bekannter UFC-Kämpfer, unter anderem Nate Marquardt, Shane Carwin und – Rashad Evans. Ein weiteres Nachwuchstalent, das noch keine Niederlagen in seiner Bilanz stehen hat, ist Darrill Schoonover. Er gewann alle seine zehn Kämpfe vorzeitig, ist mit gerade einmal 100 Kilogramm Kampfgewicht jedoch der „kleinste“ Kandidat der Staffel.
Die erste Episode von The Ultimate Fighter 10 strahlt das DSF am Samstag, dem 10. Oktober ab 23 Uhr aus. Die Folgen werden im englischen Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.
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