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Die Geschichte
Die kombinierten Kampfsportarten (Mixed Martial Arts/MMA) blicken auf eine langjährige Geschichte und Tradition, die bis zu den Olympischen Spielen der Antike zurückreichen. Vor mehr als 80 Jahren weckte eine als Vale Tudo bekannte brasilianische Form in Südamerika erstes Interesse an dieser Sportart.
1993 präsentierte die Ultimate Fighting Championship (UFC®) erstmals MMA, die kombinierten Kampfsportarten, in den Vereinigten Staaten. Ziel des Turniers war es, aus den Meistern unterschiedlichster Disziplinen des Kampfsports, darunter Karate, Jiu-Jitsu, Boxen, Kickboxen, Ringen, Sumo etc., den „Ultimate Fighting Champion“ zu küren.
Die neue Sportart stieß sofort auf Rieseninteresse, löste jedoch Missverständnisse aus, weil sie vermeintlich nicht reglementiert war. Der Slogan „Es gibt keine Regeln!“ gab zur Besorgnis um die Sicherheit der Kämpfer Anlass. Nach Einstellung der Übertragungen im Kabelfernsehen 1998 schien das Schicksal der UFC® besiegelt.
2001 kam die Wende. Die Brüder Lorenzo und Frank Fertitta erkannten gemeinsam mit ihrem Freund und Boxmanager Dana White das ungeheure Potenzial dieser atemberaubenden Sportart. Sie gründeten das Unternehmen Zuffa LLC und erwarben die Rechte an der Ultimate Fighting Champioship®. Ziel war ein echter Wettbewerb, bei dem keine Einzeldisziplin dominiert, sondern die Athleten vielmehr alle Kampfsportarten beherrschen müssen. Dies verbanden sie mit der Absicht, einen lizenzierten und reglementierten Kampfsport zu schaffen, der die Sicherheit der Kämpfer ebenso gewährleistet wie die Integrität des Wettkampfs.
Zuffa machte es sich zum Hauptziel, UFC® durch Kooperation mit der State Athletic Commission sowie der Einhaltung deren Richtlinien als legitimierten und lizenzierten Sport zu etablieren. Im Mai 2001 verabschiedete das Athletic Control Board des Staates New Jersey ein Regelwerk, die „Unified Rules of Mixed Martial Arts“, das bis heute Gültigkeit hat.
Das Regelwerk beinhaltet u.a. Bestimmungen über Lizenzierung, medizinische Untersuchungen, zugelassene Handschuhe, Gewichtsklassen, Anzahl und zeitliche Begrenzungen der Runden sowie vorgeschriebene Drogentests.
Zuffa sicherte sich 2001 die Zulassung im US-Bundesstaat Nevada. Im selben Jahr kehrte UFC® landesweit als Pay-Per-View-Event in das Kabelfernsehen zurück.
Heute präsentiert die UFC® jährlich zwischen zwölf und vierzehn Live-Pay-Per-View-Events in den Vereinigten Staaten. Inzwischen gibt es zahlreiche internationale Ausstrahlungen, z.B. in Kanada, Australien, Brasilien und Großbritannien. Ihre Premiere in Deutschland plant die UFC® mit einem hochkarätig besetzten Kampfabend Mitte 2009.
UFC® ist die größte der Organisationen im kombinierten Kampfsport. Sie wird von den angesehensten Sportaufsichtsbehörden, darunter die Athletic Commissions von Kalifornien, Florida, Nevada, New Jersey, Ohio und Pennsylvania, reglementiert und anerkannt.
Die UFC® strebt nach höchsten Standards für Sicherheit und Qualität.
Fakten gegen Vorurteile
Es gibt viele Vorurteile gegenüber den kombinierten Kampfsportarten/Mixed Martial Arts. Diesen stellen wir die Fakten gegenüber:
Die kombinierten Kampfsportarten/Mixed Martial Arts (MMA) sind unreglementiert und unkontrolliert.
Mixed Martial Arts ist eine der am strengsten reglementierten und kontrollierten Sportarten der Welt mit vorgeschriebenen Zeitbegrenzungen, festgelegter Rundenanzahl, zugelassenen Ringrichtern, fünf Gewichtsklassen und 31 Regeln, nach denen die Kämpfe stattfinden. Die UFC® implementiert höchste Sicherheitsstandards und hält Kämpfe nur in Staaten ab, in denen der Sport klar reglementiert ist. Die kombinierten Kampfsportarten/MMA werden inzwischen von den wichtigsten amerikanischen Sportaufsichtsbehörden anerkannt, darunter die State Athletic Commissions von Kalifornien, Florida, Nevada, New Jersey, Ohio und Pennsylvania.
Die kombinierten Kampfsportarten/MMA sind gefährlich, die Kämpfer sind bei Betreten des Octagons einer ernsthaften Verletzungsgefahr ausgesetzt.
MMA-Kämpfer erhalten eine bessere Betreuung und unterliegen strengeren Sicherheitsmaßnahmen als Athleten aller anderen internationalen Sportorganisationen. Sämtliche Kämpfe werden stringent beaufsichtigt. Vor und nach den Kämpfen werden MRTs durchgeführt. Bei jeder Veranstaltung stehen vier Ringärzte und zwei Krankenwagen für den Notfall bereit. Zusammen mit den vorgeschriebenen Dopingkontrollen wird der höchste Standard für Sicherheit und Qualität in allen Aspekten dieser Sportart gewährleistet. Die kombinierten Kampfsportarten/MMA gelten als sicherer als Boxen. Kein Kämpfer der UFC® ist je ernsthaft verletzt worden oder ums Leben gekommen.
MMA ist Kampf auf Leben und Tod im Stahlkäfig.
Die kombinierten Kampfsportarten/MMA sind ein enorm anspruchsvoller, strategischer Sport, der seinen Kämpfern höchste Athletik und ein dementsprechendes intensives Training abverlangt. Die Kämpfer wenden in beaufsichtigten Fights als Teil ihrer Strategie und Taktik interdisziplinäre Kampfarten an, unter anderem Jiu-Jitsu, Judo, Karate, Boxen, Kickboxen und Ringen.
Mixed-Martial-Arts-Kämpfer sind nichts weiter als Straßenkämpfer.
Mixed-Martial-Arts-Kämpfer zählen zu den weltbesten Athleten. Viele waren vorher Champions amerikanischer Colleges oder sogar Olympiasieger. So z.B. der amtierende UFC®-Schwergewichtschampion Randy Couture, der bei den Panamerikansichen Spielen im griechisch-römischen Ringen eine Goldmedaille gewann. Um im Wettbewerb zu bestehen, werden die Athleten in unterschiedlichen Kampfkunstdisziplinen ausgebildet, darunter Judo, Ringen, Boxen, Karate und Jiu-Jitsu. UFC®, die größte MMA-Organisation, ist stolz darauf, dass die meisten ihrer Kämpfer Hochschulabschlüsse haben.
MMA hat nur eine Regel, die das Augenstechen verbietet.
MMA wird nach den „Unified Rules of Mixed Martial Arts“ reglementiert, die von den renommiertesten Sportaufsichtsbehörden der Vereinigten Staaten festgelegt wurden. Zu den fünf Gewichtsklassen, den eingeführten Zeitbegrenzungen und der festgelegten Rundenanzahl gibt es 31 weitere Regeln, die die Ausführung des Sports bestimmen. Die meisten davon wurden aus den Regelwerken für olympisches Ringen, Boxen und andere Kampfsportarten abgeleitet.
MMA ist viel gefährlicher als andere Kampfsportarten, wie z.B. Boxen.
MMA ist viel sicherer als Boxen. Seit Gründung hat es keine ernsthaften Verletzungen oder Todesfälle in einer der großen zugelassenen MMA-Organisationen gegeben. Anders als beim Boxen, wo die Kämpfer bis zu 152 Runden lang wiederholte Schläge an den Kopf aushalten müssen, dauern MMA-Kämpfe nur drei bis maximal fünf Runden. Der Kampf findet wie beim Ringen zu großen Teilen auf der Matte statt. Außerdem sind MMA-Handschuhe im Gegensatz zu Boxhandschuhen nicht beschwert.
MMA ist eine Randsportart, die nur junge Männer anspricht.
In den vergangenen fünf Jahren haben die kombinierten Kampfsportarten/MMA einen starken Zuwachs in fast allen Alters- und Bevölkerungsschichten erfahren und damit ihre Stellung als Mainstream-Sportart gefestigt. Die Arenen, in denen die UFC®-Veranstaltungen stattfinden, sind fast immer ausverkauft. Die UFC® bricht regelmäßig Einnahmerekorde. THE ULTIMATE FIGHTER, die Reality Show der UFC®, übertrifft sogar oft die Einschaltquoten von großen Basketball- oder Baseballspielen. Zu den Sponsoren und Kooperationspartnern gehören Viacom, Showtime, Harley-Davidson, Bud Light sowie alle großen Kabelkanäle.
DER SPORT
Die kombinierten Kampfsportarten/Mixed Martial Arts (MMA) wurden in den Vereinigten Staaten ursprünglich von der „ersten Familie des Jiu-Jitsu“ gegründet. Sie brachte die besten Martial-Arts-Kämpfer der unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um sie unter gleichen Wettbewerbsbedingungen gegeneinander antreten zu lassen. Ziel war es, die beste Disziplin herauszufinden. Konnte ein Boxer einen Ringer besiegen? Konnte ein Kung-Fu-Champion einen Karatemeister besiegen?
Die erste Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship® fand 1993 in Denver, Colorado statt. Royce Gracie, ein relativ kleiner Kampfsportler, besiegte größere, schnellere und vermeintlich stärkere Gegner mit seinem Gracie-Jiu-Jitsu und gewann das Turnier. Eine neue Sportart war geboren, die bei ihren Fans auf Anhieb Kult-Status erlangte.
Das Fehlen staatlicher Vorschriften und eines gültigen Regelwerks stellte sich allerdings als gravierend heraus. Nach einer schwierigen Zeit übernahm Zuffa LLC 2001 das Projekt. Man beschloss ein einheitliches Regelwerk für Mixed Martial Arts. Plötzlich galt MMA nicht länger als Spektakel, sondern endlich als legitimer Sport.
Mit der Sportart entwickelten sich auch die Athleten. Sie wissen genau, dass ein einzelner Stil in einem Wettkampf nicht zum Erfolg führt. Deshalb müssen Mixed-Martial-Arts-Fighter unterschiedliche Kampftechniken beherrschen, darunter Boxen, Ringen, Kickboxen und Jiu-Jitsu.
Nach den „Unified Rules of Mixed Martial Arts“ kämpfen Athleten drei Runden à fünf Minuten, in Titelkämpfen fünf Runden à fünf Minuten. Die Punktevergabe erfolgt, wie beim Boxen, in einem Punktesystem, wobei der Gewinner der Runde zehn Punkte erhält, der Verlierer neun Punkte oder weniger. Anders als beim Boxen werden Punkte in MMA-Kämpfen nicht nur für erfolgreiche Angriffe und Treffer vergeben, sondern für Effektivität im Bodenkampf, für Clinch- und Wurfversuche sowie für geschickte Verteidigung oder Ringbeherrschung.
Kämpfe enden durch KO, technischen KO (Corner oder Doctor Stoppage), Abbruch durch den Kampfrichter oder durch Aufgabe, wobei der unterlegene Kämpfer durch Handbewegung „abklopft“ oder verbal aufgibt und damit seine Niederlage signalisiert.
Mixed-Martial-Arts-Athleten beherrschen nahezu alle Disziplinen – von Taekwondo über Judo und Kung Fu bis hin zu Bruce Lees Kune Do und Sambo – die bei diesem Sport zum Einsatz kommen. Um wirklich zu bestehen, muss ein Athlet folgende Sparten miteinander vereinen:
Boxen
Boxen ist seit 1920 olympische Disziplin. Bei dieser Sportart wird ausschließlich mit den Fäusten gekämpft.
Brasilianisches Jiu-Jitsu
Das brasilianische Jiu-Jitsu hat seine Wurzeln im Judo und wurde in den 20er Jahren von MMA-Pionier Carlos Gracie in Brasilien entwickelt. Gracie ergänzte Judo mit Bewegungen, die weniger Kraft erfordern und gegen größere Gegner Wirksamkeit entfalten.
Freistilringen
Freistilringen ist seit 1904 olympische Disziplin. Die Ringer bemühen sich ihren Gegner ohne Schläge auf die Matte zu werfen.
Griechisch-Römisches Ringen
Griechisch-römisches Ringen ist seit 1896 olympischer Sport. Es ähnelt dem Freistilringen, mit dem einen Unterschied, dass die Regeln im griechisch-römischen Ringen Angriffe unterhalb der Gürtellinie verbieten.
Jiu-Jitsu
Eine alte japanische Kampfkunst, die Wurf-, Hebel- und Schlagtechniken umfasst.
Judo
Judo ist seit 1964 olympische Disziplin und eine Kampfkunst, die 1882 von Jigoro Kano begründet wurde. Bei Judo, das sich von Jiu-Jitsu ableitet, sind Würfe Hauptbestandteil des Wettkampfs, Schläge hingegen verboten.
Karate
Der Begriff Karate bezeichnet aus Japan stammende Kampfkünste, die aus kraftvollen, gradlinigen Techniken bestehen. Kämpfer werden in Schlagen, Ringen, Hebeln, Blocken und Werfen ausgebildet.
Kickboxen
Kickboxen vereint den Boxsport mit Trettechniken.
Taekwondo
Taekwondo ist seit 2000 olympische Disziplin. Es ist ein koreanischer Kampfsport, der für seine auffallenden Trettechniken bekannt ist. Es ist eine der am meisten praktizierten Kampfsportarten der Welt.
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